Die Geschichte des Internationalen Trainerkurses in Leipzig

Die Sportwissenschaft hat in Leipzig eine lange Tradition. Bereits 1925 wurde das erste deutsche „Institut für Leibesübungen“ gegründet. In den fünfziger Jahren wurden an der neu gegründeten Deutschen Hochschule für Körperkultur (DHfK) erste ausländische Studierende immatrikuliert. Vor dem Hintergrund der politischen Situation begann man zu Beginn der sechziger Jahre mit dem Austausch sportwissenschaftlicher Kräfte.

Im April 1964 fand der erste Internationale Trainerkurs an der DHfK mit 28 Teilnehmern aus Afrika und Asien statt. Die Kurse wurden bis zur politischen Wende in der DDR fortgeführt und dauerten jeweils 9 Monate.

Nachdem die DHfK 1991 abgewickelt wurde, übernahm das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland die Förderung des Internationalen Trainerkurses an der neu gegründeten Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Er wurde aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages als Maßnahme der Internationalen Sportförderung in das Programm der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik des Auswärtigen Amtes erfolgreich und mit weltweiter Resonanz aufgenommen.

In neuer Form finden die Kurse nun in fünfmonatiger Dauer zweimal im Jahr statt. Die Teilnehmer sind Sportlehrer und Trainer aus Entwicklungs- und Schwellenländern gemäß DAC-Liste der OECD.

Seit 1964 haben mehr als 4.000 Menschen aus 146 Ländern der Erde den Internationalen Trainerkurs besucht.

Bekannte Alumni:

Dr. Hassan Moustafa (Ägypten) – seit 2000 Präsident der Internationalen Handballföderation

Sam Ramsamy (Südafrika) – seit 1998 Mitglied im Internationalen Olympischen Kommitee

Leitung des Internationalen Trainerkurses

1964 bis 1990      Dr. Lothar Kalb

1990 bis 1992      Heinz Prescher  

1992 bis 2011      Dr. Axel Feldmann

seit 2011             Daniel Eckert-Lindhammer

1. Internationaler Trainerkurs 1964